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Erstsprachenunterricht – Brücke zwischen Schule, Familie und Herkunft

An unserem Schulstandort ist der muttersprachliche Unterricht ein fester und integrativer Bestandteil des pädagogischen Angebots. Dieses Angebot richtet sich an Kinder, die mit einer anderen Erstsprache als Deutsch aufwachsen bzw. zweisprachig sind – darunter Arabisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch (BKS), Türkisch, Tschetschenisch, Ukrainisch, Pashto und weitere Sprachen.

Warum ist der Erstsprachenunterricht so wichtig?
Der Unterricht in der Herkunftssprache leistet einen bedeutenden Beitrag zur sprachlichen, kognitiven und sozialen Entwicklung der Kinder. Er stärkt ihre Identität und ihr Selbstwertgefühl, was sich positiv auf das gesamte Lernverhalten auswirkt. Die Fähigkeit, sich in der eigenen Sprache auszudrücken, fördert gleichzeitig das Verständnis und den Erwerb der Zweitsprache Deutsch – ein wichtiger Schritt für erfolgreiche Bildungsbiografien.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Erstsprachenlehrer:innen, die nicht nur unterrichten, sondern eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen Schule und Elternhaus einnehmen. Sie verstehen sowohl die sprachlichen als auch die kulturellen Hintergründe der Familien und können dadurch Brücken bauen – sei es bei Gesprächen mit Eltern, bei der Unterstützung im Schulalltag oder bei der Vermittlung wichtiger Informationen.
 
Durch ihre Arbeit tragen die Erstsprachenpädagog:innen entscheidend zu einer inkludierenden und wertschätzenden Schulkultur bei. Sie fördern das gegenseitige Verständnis, stärken das Miteinander und leisten einen wichtigen Beitrag zur gelebten Vielfalt an unserer Schule.
 
Der muttersprachliche Unterricht ist weit mehr als ein zusätzliches Sprachangebot – er ist ein Schlüssel zur Teilhabe, zur Chancengerechtigkeit und zur Förderung einer inklusiven Schulgemeinschaft, in der Mehrsprachigkeit als Stärke gesehen und gelebt wird.